20. Juni 2017
âWenn sich Walchhof mit Kaswurm mischt …â

Von einem besonders nachhaltigen Projekt und vor allem von seiner praktischen Umsetzung konnten sich die Schüler des Moduls „Ecosystems“ am 20. Juni 2017 im Rahmen eines Lehrausganges zum Hochbehälter der Trinkwasseraufbereitungsanlage Radstadt überzeugen. Die computergesteuerte High-Tech-Anlage garantiert beste Wasserqualität durch diverse Aufbereitungsverfahren (Keimabtötung durch UV-Licht, Entsäuerungsverfahren oder Mischverfahren) und liefert so Trinkwasser mit einem durchschnittlichen pH-Wert von 7,4. Dass man Wasser (Walchhof) nicht einfach mit Wasser (Kaswurm) mischen kann, war dabei eine der neuesten Erkenntnisse, ist Wasser chemisch gesehen doch H2O und sonst nichts?

„Sustainability“ (Nachhaltigkeit) ist auf jeden Fall dadurch gegeben, dass die Anlage auch zur Stromerzeugung genutzt wird (60% des erzeugten Stroms werden für die Straßenbeleuchtung und das Seniorenwohnheim verwendet) und die Anlage ist etwas größer dimensioniert, damit bezüglich eines Bevölkerungsanstieges die Wasserversorgung auch in Zukunft problemlos gewährleistet werden kann. Ein Projekt, von dem auch künftige Generationen profitieren werden.

Karin Schaffer

Schülerstatements zu diesem Thema:

„Wasser ist zweifelsohne eine der wichtigsten Ressourcen der Erde. Deshalb ist es von großer Bedeutung, Wasserversorgungsanlagen wie in Radstadt zu unterstützen, da sie nicht nur den gesamten Raum Radstadt mit sauberstem Wasser versorgt, sondern auch die Wasseraufbereitung zur Stromerzeugung nutzt und sich diese Anlage somit als energetisch höchst effizient erweist. Wir finden, dass Radstadt aufgrund dieses Super-Konzepts den kürzlich verliehenen Energy Globe Award auf jeden Fall verdient hat und in Sachen Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und ökologischem Fußabdruck mit gutem Beispiel vorangeht.“ (Klara Herzog, Julia Gappmaier, Tijana Tepic)

„Durch die Filteranlage haben wir auch viel besseres Wasser in der Schule und dies führt zu besserer Konzentration.“ (Benjamin Kajtazovic, Gerald Tagwercher)

„Trinkwasser sollte öffentliches Gut bleiben und nicht von privaten Firmen gewinnbringend vermarktet werde.“ (Julia Wohlschlager, Isabella Gwechenberger)

„Wir finden, dass die Investition in die Trinkwasseranlage ein wichtiger Schritt für die Zukunft ist und solche Projekte sollen auch in anderen Ländern ermöglicht werden.“ (Teresa Petter, Julia Moser)